
Nach dem Frühstück im Hotel und dem Einstellen der Verleih E-Bikes bringt uns unser Transfer zum Ausgangspunkt der ersten Etappe. Durch ein schönes Tal, vorbei an den ersten landestypischen Almdörfern nähern wir uns gemütlich dem aussichtsreichen Übergang, der zugleich die Grenze nach Montenegro darstellt. Unsere erste Abfahrt in Montenegro bringt uns nahe an der Grenze zu Albanien in leichtem Auf und Ab zum nächsten Highlight, einem idyllischen Bergsee der zum Baden und Fotografieren einlädt. Nach diesem kurzen Abstecher beginnt die sehr flowige Abfahrt auf einem Naturtrail vorwiegend durch Kiefernwälder. Unseren ersten Biketag lassen wir am See in Plav ausklingen.
Höhenmeter Auf/Ab: ca. 1.600/2.000 hm
Strecke: ca. 43km
Direkt von unserem Guesthouse radeln wir durch ein schönes, landwirtschaftlich genutztes Seitental, ehe wir auf den Schotterweg abbiegen, der unseren heutigen Hauptanstieg darstellt. Oben angekommen führt uns ein welliger Trail durch den Wald bis wir ein Hochplateau erreichen, wo sich die albanischen Kalkberge das erste Mal von ihrer schönsten Seite zeigen. Weiter geht es am Singletrail über zwei kleine Übergänge bis wir unsere finale Abfahrt nach Vusanje starten. Hier erwartet uns das technische Highlight der Woche. Diese kurzen Passagen im Schwierigkeitsgrad S2 müssen allerdings nicht zwingend gefahren werden. Die letzten Meter rollen wir über Forstwege zu unserem heutigen Guesthouse, wo uns unsere Gastgeber mit Gegrilltem auf der aussichtsreichen Terrasse verwöhnen.
Höhenmeter Auf/Ab: ca. 1.300/1.300 hm
Strecke: ca. 30km
Nach einem kurzen Warmrollen führt uns eine angenehme Forststraße im Schatten des Laubwaldes in ein schönes Hochtal, dem ehemaligen Standort eines Militärlagers. Die letzten Meter zur Passhöhe, die zeitgleich die Grenze nach Albanien darstellt, steilen sich dann noch einmal etwas auf, aber die Mühen werden dann umgehend mit einem gewaltigen Panorama belohnt. Ab hier haben wir zwei Optionen. Entweder wir parken die Räder am Pass und begeben uns wandernd auf eine Rundtour über mehrere aussichtsreiche Gipfel, oder wir traversieren am Singletrail zu einem spektakulären Aussichtspunkt mit atemberaubenden Tiefblicken. Die hohen Kalksteinfelsen sind hier zum Greifen nahe. Auch heute haben wir bei der Abfahrt wieder zwei Möglichkeiten, eine gemütliche Abfahrt über Almgelände und Karrenwege oder einen teils flowigen, an einigen Passagen aber auch technisch etwas anspruchsvolleren, Singletrail.
Höhenmeter Auf/Ab: ca. 1.300/1.350 hm
Strecke: ca. 35km
Die heutige Etappe bringt uns auf einen der schönsten Aussichtsberge der Gegend mit einem tollen Tiefblick auf den See in Plav. Eine spektakuläre, teils weglose Abfahrt über Almwiesengelände eröffnet uns die Möglichkeit eines kleinen Abstechers zu einem mystischen Waldsee mit interessanter Geschichte. Die fast 900 Höhenmeter lange Trailabfahrt die uns jetzt erwartet scheint wie fürs Biken geschaffen, allerdings hat dieser Trail, wie auch alle anderen auf unserer Rundtour durch Kosovo, Montenegro und Albanien noch nicht viele Mountainbiker gesehen. Sehr flowig und nie zu schwierig, ein fast nicht enden wollender Trailspaß. Zum Abschluss des heutigen Tages rollen wir über den Steg in Plav und kühlen uns im See ab.
Höhenmeter Auf/Ab: ca. 1.600/1.600 hm
Strecke: ca. 40km
Nach einem kurzen Warmup bringen uns abenteuerliche Karrenwege von Montenegro zur Grenze nach Albanien. Entlang dem Grenzverlauf folgen wir angenehmen Grenzkammwegen mit ständigem Panoramablick. Nach einer Pause bei einer urigen, für Albanien landestypischen Amhütte mit türkischem Kaffee und selbstgemachtem Kuchen bringt uns ein wahres Trailhighlight zum letzten Übergang des Tages. Dieser Übergang stellt gleichzeitig die Grenze zum Kosovo dar. Von dort können wir einen kurzen Abstecher auf den nahen Gipfel Trekufiri machen. Hier laufen die Grenzen von allen drei Ländern am Grenzstein zusammen. Von hier schlängeln wir uns durch ausgedehnte Moosbeerfelder zu einem schönen Gebirgsee am Waldrand und weiter über einen kurzen Trail zum nächsten Guesthaus im Almgebiet von Gacaferri.
Höhenmeter Auf/Ab: ca. 1.600/1.000 hm
Strecke: ca. 30km
Nach kurzer Abfahrt bringt uns ein Almweg zu unserem ersten Übergang des Tages an den Fuß des höchsten Berges im Kosovo, des Gjeravica. Vorbei an zwei weiteren Almdörfern im ständigen Wechsel von flowigen „Moosbeertrails“ und Traktorwegen führt uns der letzte, steile Uphilltrail an die albanische Grenze zum heutigen Bike technischen Tageshighlight. Bei einer langen Trailabfahrt am Grenzkamm, die den Vergleich mit den besten Biketrails im Piemont nicht scheuen muss, wechselt unser Ausblick ständig von den albanischen Bergen zur weiten Ebene im Kosovo. Am Rande dieser Ebene, noch in den stark bewaldeten Hügeln bekommen wir eine Geschichtsstunde die zum Nachdenken anregt. Die Ruinen in Koshare zeugen von den blutigsten Tagen im Unabhängigkeitskampf des Kosovos. Nach ca. 2.800 Abfahrtsmetern im Tal angelangt, bringt uns unser Shuttle zurück nach Peja ins Hotel. Dort stoßen wir mit einem Glas kosovarischen Wein bei einem Abendessen mit allerlei Spezialitäten aus der Region auf die Erlebnisse der Bikewoche im Dreiländereck Kosovo/Montenegro/Albanien an.
Höhenmeter Auf/Ab: ca. 1.500/2.800 hm
Strecke: ca. 43km
Je nach Flugzeiten bleibt uns noch Zeit für einen Stadtbummel in Peja, den Besuch des serbisch orthodoxen Klosters oder eine Klettersteigtour im Rugova Canyon, ehe uns unser Shuttle zum Flughafen nach Pristina bringt.
Aufgrund von Flugverschiebungen, Schlechtwetter, „höherer Gewalt“ usw. kann es zu kurzfristigen Programmänderungen kommen. Ein gewisses Maß an Geduld und Flexibilität sind bei Bergreisen für die Anpassung an die örtlichen Gegebenheiten notwendig. Eine Reise auf engstem Raum erfordert Teamgeist und Kameradenhilfe genauso, wie Respekt und Toleranz gegenüber Mitreisenden.